Milde Milchseifen

Naturseifen mit Milch

Handgesiedete Naturseifen sind schon durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe etwas Besonderes. Noch pflegender sind milde Milchseifen mit ihrem cremigen Schaum und dem Besten der Milch. Man kann Milch auf verschiedene Arten in Seife verarbeiten, als frische Milch in den fertig emulgierten Leim, gefroren als Laugenflüssigkeit oder als Milchpulver in die Öle oder den Leim. Ich bevorzuge die erste Variante. Dazu rühre ich meine Lauge nur mit dem 1,1 fachen der berechneten NaOH Menge an. Die Differenz zur Gesamtflüssigkeitsmenge kommt als frische Milch in den Leim. Ich habe in den letzten Wochen viele milde Milchseifen gemacht und möchte hier einige vorstellen.

Milchseife pur (Titelbild)

Diese milde Milchseife kommt ganz ohne Duft und Farbstoffe aus. Sie besteht nur aus 35% Mandelöl, 25% nativem Kokosöl, 20% Palmöl und 15% Rizinusöl.  Die Lauge habe ich wie oben erwähnt mit einer reduzierten Wassermenge angerührt (18%ÜF) und zusätzlich Kolostralmilch von unseren Kühen in den Leim gegeben. Kolostralmilch oder auch Biestmilch genannt ist die erste Milch welche nach der Geburt produziert wird. Sie hat einen besonders hohen Eiweißgehalt und ist reich an Imunglobulinen. Hin und wieder bleibt bei unseren Kühe da etwas übrig, das friere ich dann ein um für Notfälle ein Reserve zu haben. Oder es gibt eben eine ganz besondere Seife.

Stutenmilchseife mit Lavendel

Hier kommt die nächste ganz besonders milde Seife. Für diese Seife habe ich Stutenmilch von unserer Stute Griseldis verwendet. Das Rezept besteht aus 50% nativem Olivenöl, 20% nativem Kokosöl, 20% Rindertalg vom Weiderind und 10% Rizinusöl. Überfettet ist sie mit 18% und bedufted mit 5% ätherischem Lavendelöl. Sie darf jetzt noch eine ganze Weile reifen.

Verliebte Ziege

Für diese Seife habe ich einmal gefrorene Milcheiswürfel aus Ziegenmilch für die Lauge verwendet. Einfach die Eiswürfel abwiegen und das NaOH dazu geben. Dann eine ganze Weile rühren bis die Eiswürfel geschmolzen sind und sich das NaOH aufgelöst hat. Nicht vergessen die Lauge durch ein Sieb zu geben. Diese Milchseife besteht aus 40% Mandelöl, 25% Kokosöl, 25% Palmöl und 10% Rizinusöl. Sie duftet wunderbar nach äÖ Lemongras, Bergamotte und Sandelholz. Auch hier habe ich wieder eine Überfettung von 18% gewählt. Die kleinen Herzchen als Topping sind aus selbstgesiedeter TS.

Schafmilchseife Androgyny

Als letztes folgen noch zwei Schafmilchseifen. Zuerst eine „Haut und Haar Duschseife“ mit 30% Mandelöl, 30% Schaftalg, 25% natives Kokosöl, 10% Rizinusöl und 5%Lanolin. Auch hier habe ich die Lauge mit den 1,1fachen an Wasser gemacht und den Rest als frische Schafmilch in den Leim gegeben. Das Parfümöl Androgyny von Gracefruit gibt der Seife einen unverwechselbaren Duft.

Olive 70 mit Schafmilch und Lavendel

Die letzte milde Milchseife dieser Reihe ist nochmals eine Lavendelseife, beduftet mit 5% ätherischem Lavendelöl. Eine wunderbar pflegende Seife mit 70% nativem Olivenöl und 30% nativem Kokosöl sowie einer Überfettung von 25%. Für besonders cremigen Schaum sorgen Schafmilch und Stärke in den Leim. Für die Festigkeit und Haptik habe ich 5% Milchsäure zugegeben. Alle Seifen enthalten keine Farbstoffe.

Ich hoffe euch gefallen meine milden Milchseifen, ich freue mich schon darauf sie zu benutzen. Falls Ihr diese Seifen nachsieden  wollt und noch nie Seife gesiedet habt lest euch bitte erst diese Anleitung durch. https://wp.me/PabZDL-1D

Eure Harriet

Wie immer, meine Ideen, Bilder, Texte.

 

Transparenseife CP

Glyzerinseife CP für alle

Ich konnte heute Nacht nicht schlafen 🙄.

Gestern Abend habe ich noch in einer Seifengruppe etwas gelesen über eine Glyzerin/ Transparentseife im CP Verfahren. Und dann musste mein Kopf die ganze Nacht drüber nachdenken. Heute früh gab’s dann eine Quickie TS noch vor dem Frühstück. Ich möchte sie mit euch teilen. Manche werden denken, schon wieder….

 

Das Rezept

40% Rindertalg (40g)

30% Kokosfett (30g)

20% Rizinusöl (20g)

10% Reiskeimöl (10g)

Alles abwiegen und gemeinsam schmelzen, anschließend eine Lauge herstellen aus

30% (30g) Wasser plus NaOH für 0% Überfettung.

70% (70g) hochprozentiger Alkohol ( ich hab Isoprop genommen) mit

30% (30g) Glyzerin in einen Becher wiegen und verrühren,

70% (70g) Zuckerlösung abwiegen.

Ich hab immer Zuckerlösung aus 70g Zucker und 30g Wasser rumstehen. Dazu gebe ich 350g Zucker und  150g heißes Wasser in ein Glas und lasse es einen Tag stehen, ab und zu schütteln.

Das Verfahren

Lauge in die geschmolzenen Öle pürieren, wie bei einer CP,  die Temperatur ist hier egal.

Sofort das Alkohol /Glyzerin Gemisch dazu gießen und weiterpürieren. Ihr wisst was passiert wenn Alkohol zum Seifenleim kommt. Es wird warm und beschleunigt die Verseifung. Durch die Menge an Alkohol und Glyzerin gibt’s aber keinen Blitzbeton. Jetzt noch sehr gründlich weiterpürieren, ca 1 Minute, da zieht nichts an oder zeichnet, das bleibt einfach flüssig. Dann kurz beobachten bis die Flüssigkeit aufklart. Nach einigen Minuten sieht man wie sich eine Haut drauf bildet, jetzt einfach noch die Zuckerlösung einrühren und in Formen gießen. Ab in den Frost, nach einer Stunde, je nach Form, ausformen und freuen.

Ich hab das Rezept in % aufgeschrieben, die Werte in () sind meine verwendeten Gramm gewesen. Und ja sie ist aufgrund der Fette/Öle gelb. Aber ich find sie toll. Kein Crocky, keine Mikrowelle, ok die hab ich zu schmelzen der Fette genommen, der Herd tut’s aber auch. Und ein Schaumbilchen gibts auch noch dazu

 

Und alle die bis hier her gelesen haben kriegen ein 🌷😊

Ich teile das für alle die einfach mal ne Glyzerinseife ausprobieren wollen. Es geht mir dabei nicht um extra klar oder so, funktioniert bestimmt auch mit jeden anderen Rezept mit vielen sehr festen Fetten. Und natürlich könnt ihr auch höher überfetten.

Ihr könnt das gerne nachmachen, natürlich freue ich mich über eine Erwähnung.

Amanda Aaron hat mit dieser Methode verschiedene Rezepte getestet. Vielen Dank dafür,  hier könnt ihr das nachlesen https://www.lovinsoap.com/2019/03/clear-transparent-soap-from-scratch-quick-method/

meine Bilder, meine Texte, meine Idee

10 Minuten Flüssigseife aus der Mikrowelle

Flüssigseife für Eilige

So eine Mikrowelle ist eine feine Sache. Man kann nicht nur kalten Kaffee damit wieder aufwärmen, man kann jede Menge andere Sachen damit veranstalten. Unter anderem auch Flüssigseife und ich mag es wenn es in der Küche blubbert und zischt. Ich stelle euch eine 10 Minuten Flüssigseife vor, die echt nicht länger als 10 Minuten Arbeit erfordert. Eine genaue Feinwaage und die persönliche Schutzausrüstung ist unbedingt notwendig. Diese Methode eignet sich vor allem für kleine Mengen Seife. Ihr könnt auch jedes andere Flüssigseifenrezept dafür nehmen. Allerdings sollte das Medium zur Verdünnung immer Glyzerin sein da Wasser bei diesen Temperaturen zu schnell verdunstet. Diese Seife braucht keine Konservierung da zum Verdünnen kein Wasser verwendet wird.

Das Rezept

100g Glyzerin,
50g Olivenöl,
25g Wasser,
KOH für die gewünschte Überfettung abwiegen, ich habe mit 2% überfetttet.

von links: Olivenöl, Glyzerin, Lauge

Schritt 1:


Glyzerin in der Mikrowelle auf 130° C erhitzen, geht ganz fix. Anschließend das 
Olivenöl auf ca 90 ° C erhitzen. Das Wasser für Lauge nur etwas erhitzen ca 50° C.

Jetzt wird das KOH im warmen Wasser aufgelöst und das Glyzerin ins Olivenöl gegeben.
Zuletzt die Lauge durch ein Sieb ins Öl/Glyzerin Gemisch geben und mit dem Stabmixer pürieren. Dieser Leim wird nicht zeichnen oder andicken, einfach gründlich pürieren.

Nach dem ersten Pürieren.

Schritt 2:

Den Behälter in die Mikrowelle stellen und  einige Male kurz hochkochen lassen.
Es wird vorkommen das sich der Leim  2-3 mal trennt. Dann einfach kurz pürieren, es ist fertig wenn es trüb bleibt und sich nicht mehr trennt, bei mir nach ca 6 mal hochkochen.

Die trübe sämige Flüssigkeit in ein Glas füllen und ein letztes mal erhitzen und pürieren.

 

   
Jetzt ist eigentlich schon alles getan. Die heiße Seife beiseite stellen und abkühlen lassen. Schon nach  ca 1 Stunde ist es klar und einigermaßen abgekühlt.

     

Schritt3:

Falls nach dem Abkühlen oben Schaum darauf steht, kann man einige Sprühstöße Alkohol drüber sprühen. Der Schaum verschwindet aber auch nach einiger Zeit von selbst. Wem es jetzt noch zu dickflüssig ist der kann die Seife noch mit etwas Glyzerin verdünnen. Zuletzt nur noch mit dem Lieblingsduft versehen und in eine Pumpflasche füllen.  Für den Einsatz in Schaumspenderflaschen, die ich übrigens sehr liebe, muss die Seife allerdings noch weiter mit Wasser verdünnt werden. Dann ist allerdings eine Konservierung zwingend notwendig. Ich empfehle dafür C Kons von Behawe. Als letztes folgt noch ein Schaumbild.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachsieden Eure Harriet

Wie immer: meine Idee, meine Bilder, meine Texte

Hirschtalg Seifen

Rügener Jägerlatein oder ein Tier mit A 😂

Hirschtalg hatte ich zum ersten mal, und ich bin begeistert. Lange habe ich darauf gewartet.  Zum Auslassen braucht man etwas mehr Hitze als bei Rindertalg. Aber man erhält ein sehr schönes festes Fett. Diesen Hirschtalg brachte mir ein Jäger von der Insel Rügen  mit. Also sollte daraus eine Seife werden die mich an Rügen erinnern sollte.

Rügener Jägerlatein

Diese Seife enthält 40% Hirschtalg, 20% Kokosöl, 20% Distelöl ho, 10% Rizinusöl, 10% Walnussöl. Das NaOH ist für eine Überfettung von 15% berechnet. Diese Überfettung gefällt mir am besten, ich mache viele Seifen so.Wie das berechnet wird steht hier https://wp.me/PabZDL-5R  Als Zusatz kam noch eine ordentliche Portion (1Esslöffel) Rügener Schlämmkreide dazu. Diese tolle Farbe habe ich mit einem Teelöffel Sanddornöl in den Leim erhalten. Sie sind mir wunderbar nach Sanddorn duftend aus den Formen entgegen gehüpft. Das Parfümöl Sanddorn kann man bei Behawe kaufen.

 

Einen Hirsch hab ich noch.

Der Kapuzenhirsch 😉

Hier besteht das Rezept aus 40% Hirschtalg, 30% natives Olivenöl, 20% natives Kokosöl, 10% natives Rizinusöl. NaOH und KOH berechnet für 15%ÜF mit 90/10 Mischverseifung. In die Öle hab ich eine Hand voll allerletzte Kapuzinerblätter püriert, kein Duft. Diese Seife findet meine Haut ganz wunderbar, selbst die Haare kann ich damit waschen. Wenn Ihr die Möglichkeit habt an Hirschtalg zu gelangen versucht es ruhig einmal. Dieser Rohstoff ist viel zu schade zum wegwerfen. Man kann den Hirschtalg in diesen Rezepten auch durch Rindertalg ersetzen.

Viel Spaß

Wie immer, meine Idee, meine Bilder, meine Texte,

Anleitung Glasklare Transparentseife

Glyzerinseifenspielereien

Neulich habe ich eine sehr klare Glyzerinseife aus Stearinsäure, Kokosöl und Erdnussöl gesiedet. Dafür habe ich keinen Crockpot gebraucht, nur die Mikrowelle. Sie sollte sehr fest werden damit ich Alkohol und Zucker- bzw Sorbitollösung höher einsetzen kann. Um eine möglichst klare Glyzerinseife zu erhalten sollte der Wassergehalt so niedrig wie möglich sein. Deshalb  wollte ich kein Wasser zum lösen des NaOH nehmen, sondern Glyzerin. Als Alkohol verwende ich 90%igen Primasprit/Ethanol und zusätzlich noch Propylenglycol. Dieses wirkt ähnlich wie Alkohol und sorgt dafür das die Seife besser eingeschmolzen werden kann. Das Argument der niedrigen Pflege mag jeder selbst für sich entscheiden. Ich mag gerade diese Seife mit Propylengylcol  sehr gerne. Auch als Einleger in einer CP Seife sind die TS Seifen nicht nur ein spektakulärer Hingucker, durch das Glyzerin finde ich diese toll.

 

Das Rezept

100g Stearinsäure

50g Kokosöl

50g Erdnussöl

NaOH berechnet für 0% ÜF

80g Glyzerin als Laugenflüssigkeit

100g Alkohol

80g Propylenglycol plus 40g Glyzerin

100g Sorbitollösung 70% (natürlich geht auch Zuckerlösung)

Klare Glyzerinseife aus der Mikrowelle

Wichtig ist alles vorher vorzubereiten und bereitzustellen. Schutzausrüstung ist zwingend notwendig! Das ganze dauert ca 20 Minuten vom erwärmen der Öle bis zum in die Form gießen. Das Glyzerin zum lösen des NaOH erhitzen und das NaOH  einrühren. Die Öle auf 80°C erhitzen und die Glyzerinlauge  OHNE Sieb zugeben. Keine Angst das Sieb kommt schon noch dran. Durch das Stearin wird der Leim sofort fest, den Pürierstab braucht man hier nicht.

Keine Panik! Jetzt kommt Schluck für Schluck der Alkohol dazu. Dadurch erhitzt sich der Leim und die Verseifung findet statt. Das seht ihr im Video unten.

Eine Hexenküche ist nichts dagegen. Zwischenzeitlich das Glyzerin Propylenglcol Gemisch auf ca 80°C erhitzen und anschließend zum Leim geben.

Jetzt kommt die Seife wieder in die Mikrowelle und wird erhitzt, nicht zu lange, immer wieder mal umrühren. Sie muss heiß sein aber darf nicht überkochen. Zuletzt kommt die ebenfalls schon erwärmte Sorbitollösung (oder Zuckerlösung) dazu. Einfach einrühren, wenn jetzt noch feste Stücke drin sind werden die sich bald auflösen.

Nun einfach noch die Seife für einige Zeit in die Mikrowelle geben und alle paar Sekunden umrühren. Es dauert nicht lange bis alles gelöst ist. Zuletzt gießt man die Seife durch ein Sieb (hier kommt es) in die Form. Ich bin ja ein ungeduldiger Mensch und stelle die Seife schon mal in die Gefriertruhe, aber es ist viel besser wenn die Seife langsam auskühlt.

Dieses Rezept ergibt eine harte stabile Glyzerinseife die eingeschmolzen werden kann. Man kann auch jedes andere Rezept dafür nehmen, wichtig ist ein hoher Anteil fester Fette. Ich gebe beim einschmelzen immer noch etwas Alkohol oder Propylenglycol hinzu, so wird sie noch transparenter. Die Möglichkeiten diese Seife weiter zu verarbeiten sind grenzenlos, färben und beduften, als Einleger oder in diese Seife CP Seife einlegen wie im Titelbild.

Viel Spaß beim nachmachen wünscht euch Harriet.

Wie immer. meine Texte, meine Bilder, meine Idee

 

Gletschereis

Glyzerinseifensucht

Momentan mache ich eine Glzerinseife nach der anderen, es ist fast wie eine Sucht.😂 Nach der Absinthseife musste es jetzt eine blaue Gletschereisseife werden. Verwendet habe ich hierzu den Feuerlikör „Gletschereis“ der Tiroler Käuterdestillerie. Der sieht nicht nur toll aus ,der schmeckt auch so. Böse Zungen behaupten ich würde Alkoholmissbrauch betreiben.

Zutaten für diese Seife waren Kokosöl, Erdnussöl, Stearin, Primasprit,  Glyzerin, Propylenglycol, Wasser, Zucker, Sorbiltol und eben Gletschereis. Ein neues Tutorial für Glyzerinseifen folgt in den nächsten Tagen, sobald ich eine dritte Hand für die Kamera gefunden habe.

Und ich hab noch viele Flaschen hier stehen die verarbeitet werden wollten.

Wie immer, meine Bilder, Texte, Ideen, Eure Harriet

Die grüne Fee

Glyzerinseife mit Absinth

Die grüne Fee, so nannte man auch den Absinth, ein Schnaps mit Wermut, Anis und Fenchel. https://de.wikipedia.org/wiki/Absinth  Jedenfalls stand eine angerissene Flasche hier noch herum und keiner mochte ihn trinken. Was lag also näher als eine Transparentseife/ Glyzerinseife daraus zu machen,

Entstanden ist die grüne Fee aus 80g Mandelöl, 40g fraktioniertem Kokosöl, 40g Rizinusöl, 40g Palmöl. Weiterhin 50g Glyzerin + 80g Alkohol (Absinth), 50g Zucker + 30g Wasser. Wie eine Glyzerinseife gemacht wird zeige ich euch hier. https://wp.me/pabZDL-4Q

Und das geilste ist, sie duftet auch nach Absinth, ich hätte sie fast abgeleckt.

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Winterknetseifen

Winterknetseifen

Draußen wirbelt der Wind den Schnee ums Haus, da ist es drinnen um so gemütlicher wenn man bastelnd beisammen sitzt und zum Beispiel Schneemänner oder andere Dinge mit Knetseife herstellt. So sind meine Winterknetseifen entstanden. Am Tag zuvor hatte ich ca 1,5kg Knetseife hergestellt.

Rezept für Knetseife

30% Kokosöl, 30% Schaftalg, 40% Mandelöl werden mit 33% Flüssigkeit zu einen Seifenleim emulgiert. Ich hatte das NaOH für 10% Überfettung berechnet, wie das geht könnt ihr hier nachlesen https://wp.me/PabZDL-5R . Anschließend kommt der Seifenleim in einen Gefrierbeutel, zur Sicherheit noch in einen zweiten. Jetzt den Beutel bei Zimmertemperatur liegen lassen und von Zeit zu Zeit gründlich durchkneten. Am nächsten Tag kann man die Knetseife portionsweise entnehmen und ganz nach Lust und Laune mit Mica oder Pigmenten einfärben und verarbeiten. Die restliche Seife kann auch später noch verwendet werden, solange sie im Beutel luftdicht abgeschlossen ist bleibt sie weich.

Schneemänner

Zugegeben, sie sind nicht perfekt, aber ich finde sie niedlich. Das Rezept für den „Schnee“ besteht aus 30% Mandelöl, 25% Kokosöl, 15% Rizinusöl, 10 % Reiskeimöl, 10% Hirschtalg und 10% Sheabutter. Gesiedet habe ich sie als CP mit 15% Überfettung, mischverseift 90/10, etwas Koalin sowie Pearlescent Mica von Manske sind drin. Duft ist Seerose von Manske.

Die zwei hatten es beim letzten Ausflug zum Weihnachtsmarkt wohl etwas übertrieben.

 

Winternacht

Stell dir eine eiskalte klare Nacht vor, der Mond glänzt am Himmel und das ein oder andere Sternlein blinkt. Und dann schmeißt einer mit Monsterschneeflocken😉. So an dem Feinen und Filigranen arbeite ich noch😜. Diese Seife ist eine CPSeife mit 15% ÜF, Mond und Sterne/ Schneeflocken aus Knetseife. Die Farben Mica von Manske, Duft Like me all over im dunklen Leim. https://www.manske-shop.com

Ich habe die Knetseife eingefärbt und zu Rollen geformt. Der Leim für diese Seife besteht aus Hirschtalg, Mandelöl, Reiskeimöl,  Kokosöl und Rizinusöl. Einfach in Schichten in die Form gegeben und die Rollen dabei mit eingebettet. Und dann diese Warterei bis man die Seife anschneiden kann. Kennt ihr auch, oder ?

ELSA

Die dritte der Winterknetseifen ist Elsa. Die Tochter einer Freundin hat ihr den Namen geben. Eine CP Seife aus Mandelöl, Schaftalg, Kokosöl und Rizinusöl  mit 15% Überfettung und Mischverseifung 90/10. Farben sind Micas von Manske ebenso wie der Duft „Ice“.

Auch hier habe ich wieder Rollen hergestellt und diese dann im Leim „versenkt“. Dabei kam ich ziemlich ins schwitzen denn der Leim war mir etwas zu dünn geraten und so drohten die Knetseifenrollen abzusinken.

Ich hoffe euch gefallen meine Winterknetseifen, macht doch auch mal welche, viel Spaß dabei.Eure Harriet

Wie immer: meine Bilder, meine Texte, meine Ideen

 

Putzseife selbst gemacht

Anleitung für Putzseife

Ihr braucht:
1 Würfel Kokosfett, 250g,

es reicht das billige raffinierte, auch in der Plastedose von Norma (rechts im Bild) ist raffiniertes, natürlich könnt ihr auch das teure native Kokosöl nehmen,

Destiliertes Wasser für die Lauge,

NaOH

Formen, Becher von Eis, Salaten,…

eure Schutzkleidung, Pürierstab, Gefäße für Lauge, Leim.

Wenn ihr noch nie Seife gesiedet habt dann lest euch doch lieber erst diese Seite durch.

https://wp.me/PabZDL-1D

Zuerst wiegt ihr euren Würfel ab, oftmals hat der etwas über 250g, manchmal auch weniger, dann müsst ihr das bei der Berechnung so eingeben.
Stellt die Formen parat.
Berechnet eure NaOH Menge mit dem Seifenrechner, ich hab den von Kathrin genommen. 33% Wasser (ist voreingestellt) und 3% Überfettung (das müsst ihr selber einstellen).
Achtet darauf das richtige Kokosöl zu nehmen!!!!
Jetzt schmelzt ihr das Kokosöl und wiegt das Wasser sowie das NaOH ab. Schutzkleidung nicht vergessen!
Die Lauge rühre ich immer im Spülbecken an.
Wartet bis Öl und Lauge ca 35°C haben, evtl ins kalte Wasserbad stellen.
Nun gießen wir die Lauge durch das Sieb zum Öl. Anschließend gründlich pürieren, ihr werdet merken das dauert nicht lange fängt der Lein an anzudicken.
Jetzt gießt den Leim in die Formen und deckt ein Stück Folie darüber, sonst gibt’s Sodaasche.

Ich hab euch noch paar Bilder von der Gelphase ran gehängt.

Viel Spaß beim nachmachen.

Wie immer Bilder und Texte meins.

Goldfinger

Goldfinger, Seife mit der SBHP Methode

Gestern habe ich wieder einmal etwas neues ausprobiert. Hin und wieder wird man mit der Nase drauf gestoßen. Hier war es eine Freundin, die mich durch dieses YouTube Video darauf bracht altes Angefixe 😉 https://youtu.be/tnyRpQv1XmE Heraus gekommen ist dabei Goldfinger. Bei der Stick Blender Hot Process Methode werden die Öle auf über 70 grad erwärmt, oder spricht man da schon von erhitzen? Auch die Lauge kommt frisch angerührt gleich dazu. Das Sieb nicht vergessen, in manchen Videos nehmen sie keins, bitte immer eins verwenden.

HP Seife im Schnelldurchlauf

Als Rezept geht jedes Rezept welches für eine HP geeignet ist. Ich habe 40% Distelöl ho, 30% Kokosöl, 20% Palmöl und 10% Rizinusöl und etwas Kaolin verwendet. Diese Seife ist mischverseift mit 90% NaOH und 10% KOH (berechnet für 5% ÜF), Flüssigkeit war Wasser 40% der GFM. Öle und Fette im Topf geschmolzen und auf 77 Grad C erhitzt. Unterdessen noch die Lauge anrühren, die hatte dann 76 Grad C.

Leim richtig zu Pudding pürieren
Hier habe ich noch zwei Esslöffel Kaolin zugefügt

Jetzt das ganze einige Minuten zudecken, aber unbedingt in Auge behalten. Nach kurzer Zeit wird der Leim etwas fester, da habe ich ihn nochmals ganz gründlich durchpüriert. Das ist der Auslöser dafür das der Leim anfängt heftig zu reagieren und in eine Vulkanphase zu kommen.

Die Vulkanphase

Die VulkanPhase kann man ruhig eine Weile beobachten. Wenn der Leim allerdings aus den Topf will dann einfach herunterrühren. Auch dann ruhig noch einmal den Püri nehmen. Schließlich hat der Leim das gelige Aussehen einer verseiften HP, jetzt ist der Küsschentest in Ordnung.

Fast fertig

Nun schmelze ich Sheabutter um eine Gesamtüberfettung von 15% zu haben und erwärme Kokosmilch und rühre es gründlich in die Seife ein. Zuletzt noch den Duft zufügen und in die Form geben. Ein wenig Gold  und Silber Mica in Öl lösen und zwischen die Schichten träufeln. Oben drauf noch den Rest getröpfelt und etwas mit den Löffelstiel „geswirlt“. Oh ein einsames Sternchen hab ich auch noch gefunden.

Am nächsten Tag ausgeformt und geschnitten…. Und siehe da. Goldfinger .

Winterrose

Und weil ich nun noch eine halbe Dose Kokosmilch übrig hatte entstand gleich noch eine Seife nach dieser Methode. Das selbe Rezept nur mit Mandelöl statt Distelöl ho und mit 5% Milchsäure in der Lauge. Dadurch ergab sich ein wunderbar glatter fließfähiger Leim. Duft Englisch Rose, man sieht ihr die HP gar nicht an.

Winterrose

Fazit

Kann man machen, muss man aber nicht. Eine HP Seife geht im Crockpot wesentlich entspannter und schonender.

Viel Spaß beim nachmachen, Bilder und Texte meins. Das NaOH bitte selbst nachrechnen.