Natur pur, Kapuzienerziege

Natur pur, die Kapuziener Ziege

Der Herbst zieht ins Land, so langsam wird es nachts kälter, oft ist es früh schon weiß auf den Wiesen. Abends habe ich noch die letzten Blüten der Kapuzienerkresse und einige Blätter abgezupft und in Olivenöl eingelegt. Die Blätter in grünes Öl und die Blüten in helles raffiniertes Olivenöl. Daraus werden sollte eine Seife Natur pur.

Einige Tage später habe ich die kaltgerührte Seife gemacht. Mit 50% Olivenöl, 20% Kokosöl, 20% Ziegentalg, 10% Rizinusöl wurden zwei identische Leime angerührt. Ein Leim mit den Blättern und einer mit den Blüten. Das NaOH habe ich  für 15% Überfettung berechnet. Der Geruch der Kapuzinerkresse ist durch das enthaltene Senföl allerdings gewöhnungsbedürftig. Dieser Seife wurde keine Farbe und kein Duft hinzugefügt. Am nächsten Tag duftete sie wie alter gammliger Kohl?.  Ach du Schreck, zum Glück ist der „Duft“ verflogen. Ich bin gespannt wie sie sich weiter entwickelt. Optisch gefällt sie mir sehr gut. Selbst die Luftbläschen sind genau an der Stelle wo ich sie haben wollte ?.

Viel Spaß beim nachmachen, eure Harriet

Wie immer, mein Text, meine Bilder, für Fehler wird keine Haftung übernommen, NaOH selbst berechnen

 

Seifensteine aus Knetseife

Kennt ihr Knetseife?

Nein? Das geht ganz einfach und macht Riesenspaß. Ich hab jetzt mir Seifensteine gemacht, ganz ohne eine Form zu kaufen?, aus Knetseife.

Wie geht das?

Ich habe folgendes Rezept ganz normal mit Wasser und NaOH für 12 % Überfettung gesiedet.

30% Kokosöl, 30% Schaftalg, 40% Erdnussöl.

Nach dem pürieren kommt das ganze dann in einen Gerfrierbeutel, besser noch in einen zweiten. Während der nächsten 24 bis 48 Stunden den Beutel immer mal kräftig durchkneten. Dann kann es  schon los gehen. Einfach etwas Knetseife aus dem Beutel nehmen und weich kneten. Nach Belieben mit etwas Mica,Tonerden oder Aktivkohle einfärben. Der Rest ist rollen und kneten, wie man es aus Kindertagen kennt.

Kleine Mengen mit WEP von VvW, Shungit und Goldenes Mica von Manske hab ich be dieser Seife zum Färben genommen. Der Duft bei der Güldenen ist Mayan Gold von Behawe. Bei den Steinfarbenen hab ich ihn vergessen, aber wonach riecht auch Stein??.

Goldene Steinseife
Mayan Gold

Viel Spaß beim Nachmachen,

wie immer gilt, Texte, Bilder, Idee meins, berechnet das NaOh selbst, für Fehler übernehme ich keine Haftung

Milchsäure in Naturseifen

Test mit Milchsäure 80%ig,

linke Seife mit, rechte Seife ohne Milchsäure

 

Da ich gerne MWM Formen verwende, aber bei manchen Rezepten an Grenzen stoße, habe ich mal versucht mit Milchsäure eine bessere Härte zu erreichen. Milchsäure reagiert mit NaOH zu Natriumlactat, man muss es also mit berechnen. Natriumlactat gibt es auch zu kaufen, das muss man dann nicht mit berechnen. Ich habe folgendes Rezept gemacht, 70% Olivenöl, 30% Kokosöl, 33% Flüssigkeit( Wasser), 15% ÜF. Einmal habe ich das Rezept nur mit Wasser gemacht, ein weiteres mal mit 3% Milchsäure (berechnet auf die GFM) und die Wassermenge um die zugegebene Menge Milchsäure reduziert (also 30% Flüssigkeit). In die Form mit dem Pferd habe jeweils die Reste des Leimes gegeben, erst mit dann ohne Milchsäure.

Hier sieht man den Unterschied zwischen beiden Seifen sehr gut

Fazit: Seifen mit Milchsäure bzw dann Natriumlactat sind tatsächlich schneller ausformbar. Dieses birgt aber die Gefahr das sich nach den Ausformen Sodaasche bildet, vermutlich weil die Seife hart/ ausformbar ist bevor die Verseifung abgeschlossen ist. Sieht man besonders gut bei den Affen.

Sodaasche

Weiterhin verändert sich die Optik und Haptik dieser Seifen. Seifen mit Milchsäure/ Lactat werden heller, evtl unterdücken sie ein verfärben durchs PÖ ( der Test läuft noch?). Ich halte euch auf dem laufenden.

Test Farbveränderung mit und ohne Milchsäure/ Natriumlactat

Das Waschverhalten verändert sich nicht, in Schaum und Pflege ist kein Unterschied feststellbar. Die Haptik wird durch Milchsäure nach entsprechender Lagerzeit sehr glatt, die Seife verwäscht sich langsamer.

Schaum und Pflege bleiben erhalten

Gerne nutze ich Milchsäure in einer HP als Zusatz nach der Verseifung. Entweder in Form von Buttermilch, die ja allerhand Milchsäure enthält. Oder in Form 80%iger Milchsäure in Verbindung mit einem ÜF Öl. Dadurch wird die Seife wesentlich geschmeidiger und besser einformbar.
Nachtrag: Die Milchsäure kommt vor Zugabe des NaOH in die Flüssigkeit, das NaOH langsam zugeben. Niemals Milchsäure in fertige Lauge oder gar in den Seifenleim geben!

Ihr könnt es gerne ausprobieren, Verarbeitung wie Zitronensäure, berechnen nicht vergessen.

 

Viel Spaß wünscht euch eure Harriet

wie immer: Idee meine, Text und Bilder meins, NaOH selbst nachrechnen und ich übernehme keine Haftung für Fehler

Prinzessin Rose

Rose – Seife für kleine Prinzessinnen

Ich hab Klaus ein Schnippchen geschlagen?. Da bei mir PÖ Englisch Rose regelmäßig Blitzbeton verursacht, gab’s diesmal ne HP im Crockpot.  Verseift habe ich 30% Kokosöl, 15% Rapsöl, 25% Distelöl ho, 20% Palmöl, 10% Rizinusöl. Das NaOH berechne ich meist für 5% ÜF und gebe dann noch 10% ( berechnet auf die GFM) an Überfettungsöl hinzu. Hier habe ich mit Sheabutter überfettet auf insgesamt 15%ÜF. Die  Farbe ist das Fuchsia WEP von Vita von Waldehoe. Als Duft kam reichlich PÖ Englisch Rose von Manske hinzu. Hat prima geklappt und Klaus saß murrend in der Ecke und rührte sich nicht.? Und natürlich ganz wichtig bei so einer Seife ist ein Stempelchen.

Wie immer wünsche ich euch viel Spaß beim anschauen und nachmachen Eure Harriet.

Meine Idee, meine Texte, mein Bild, berechnet das NaOH bitte selbst, für Fehler übernehme ich keine Haftung.

Haarseife mit Ei aus dem Crockpot

Haarseife mit Ei

Heute wird mal heißverseift. Im Crockpot oder auch Slowcooker genannt. Ich mache hin und wieder heißverseifte Seifen (HP). Die kann man schneller nutzen, obwohl eine gewisse Trockenzeit auch denen gut tut. Und man kann böse PÖs gut verwenden weil die da keinen Blitzbeton mehr fabrizieren können. Aber Eigelb in einer HP Seife verarbeiten, geht das? Ja das geht, und wie das geht.

Das Rezept

Ich habe mir ein einfaches Haarseifenrezept genommen,
50% Avocadöl,
30% Kokosöl,
20% Rizinusöl.
Eine GFM 500g, dazu 40% Wasser  2 Eigelb 80g Naturjoghurt und 50g Hanföl zum Überfetten auf ca 15%ÜF.

Und so geht’s

Zuerst die Lauge bereiten für 5%ÜF, beiseite stellen, das Kokosöl schmelzen und in den Crockpot geben. Jetzt in einem extra Becher die Eigelb pürieren und das Rizinusöl und Avocadöl nach und nach dazu geben. Ergibt Rizi- Avocado-Majo ? nicht kosten!?
Die „Majo“ zum Kokosöl pürieren, Lauge dazu, ganz normal pürieren wie immer.

Jetzt normal crockpoten, ich nehme immer die Warmhaltestufe. Auf den Bild seht ihr den Beginn der Gelphase.

Zwischendurch mal zusammenrühren weil der Leim sich trennen wollte aber war kein Problem. Nach der Verseifung brizzelt nichts mehr.

Jetzt den Joghurt mit dem Hanföl verrührt ( plus PÖ Baby Cotton) unter die Seife rühren. Es ist eine sehr schöne glatte Seife geworden. Vom Eierlikörgelb zum Zartgrün.?

Viel Spaß beim nachmachen Eure Harriet

Wie immer: Meine Idee, meine Bilder, mein Text, das NaOH bitte selbst ausrechnen, für Fehler wird keine Haftung übernommen

Häschenseife Olive Lush

Häschenseife

Häschenseife, Zucker pur…

Kleine Hoppelhäschen mit Duft Olive Lush von Behawe, absolut kalorienfrei…Neue Formen  sind immer ganz besonders spannend. Hier hatte ich eine für Häschenseifen bestellt. Diese lag schon übers ganze Wochenende hier und ich hatte einfach keine Zeit. Wisst ihr wie nervig das ist? Klar wisst ihr das. Also nichts wie ran an die Pötte!

Das Rezept ist ein erprobtes Rezept mit Rindertalg. Die Häschenseife soll schön fest werden damit man sie gut ausformen kann. Rindertalg ergibt schöne feste Seifen.
Ich habe eine CP gemacht mit ca 30°C.  40% Rindertalg von unseren Rindern, 30% Mandelöl, 20% natives Kokosöl und 10%  pflegendes Rizinusöl wurden sanft geschmolzen. Die Lauge habe ich mit Kathrins Rechner für 15% ÜF berechnet.
Das   NaOH wurde mit dem 1,1 fachen an Wasser zur Lauge angerührt und der Rest der Flüssigkeit als frische Stutenmilch in den Leim püriert. Und natürlich müssen so süße Häschen auch zuckersüß duften, also bekam die Häschenseife  den Duft Olive Lush von Behawe, Der ist übrigens absolut brav. Ihr könnt sicherlich nachvollziehen wie spannend das Ausformen am nächsten Tag war. Und hier sind sie, duftig und zart.

Häschenseife

Wie immer: Texte und Bilder meins, das NaOH bitte selbst ausrechnen, für Fehler wird keine Haftung übernommen.

Viel Spaß Eure Harriet

 

Weisse Windsorseife

Weisse Windsorseife verschaft ???

“ Weiße Windsorseife verschaft“ ????
Eine HTCP Seife mit 40% Schaffett und feinem weißen Kaolin. Cremig und zart durch frische Stutenmilch im Leim. Schaum und Pflege durch je 30% natives Kokosöl und Rizinusöl. Als Überfettung habe ich 15% gewählt. Veo Zugabe der der Lauge habe ich die Fette/ Öle mit dem Handrührgerät zu Creme gerührt. Beduftet mit einer Mischung aus äÖ Salbei, Patchouli, Rosenholz, Lavendel, Petitgrain, Sandelholz, Geranium und Bergamotte. Resteverwertung?

Die Zutaten

40% feinstes Schaffett, 30 % natives Kokosöl, 30% pflegendes Rizinusöl, Kaolin, wundebar zur Haut. Das i-Tüpfelchen ist hier die frische körperwarme Stutenmilch.

Die Herstellung

Damit beim HTCP Verfahren die Lauge auch das Schaffett schmilzt verrühre ich es mit Kokosöl und Rizinusöl mit den Handrührgerät zu einer Creme. Hier kann man ruhig ausgiebig und gründlich rühren bis eine weisse cremige Masse ohne Klümpchen enstanden ist. Auch das Kaolin habe ich hier mit untergerührt.

Die Lauge habe ich mit dem 1:1,1 fachen des NaOH an Wasser angerührt. Die Stutenmilch und die Mischung der ätherischen Öle bereit gestellt.

Jetzt wird die Lauge zugegeben, natürlich durch ein Sieb. Mit Spatel und Pürierstab den Leim nun gut emulgieren. Zuletzt die Stutenmilch und die ätherischen Öle einarbeiten.

Beim in die Form füllen hatte der Leim 30Grad Celsius. Zuletzt noch ein güldenes Sternchen aus selbstgesiedeter Glyzerinseife oben drauf, etwas Chichi darf schon sein.

Anschliessend durfte die Seife im Kühlschrank vor sich hin zittern da ich unter keinen Umständen eine Gelphase wollte. Jetzt darf sie erst mal in Ruhe 8 Wochen reifen. Allerdings wird die Windsorseife mit längerer Lagerung noch viel besser werden.

Wie immer Texte und Bilder meins, Bitte selbst nachrechnen, für Fehler übernehme ich keine Haftung.

Eure Harriet ?


Lavendelseife

Der Klassiker schlechthin – Lavendelseife

Auch hier wieder vier Öle und Fette, einfache Zutaten die gemeinsam etwas ganz tolles ergeben, Lavendelseife. Ich habe Rindertalg (40%) mit nativem Olivenöl (30%), nativem Kokosöl (20%) und nativem Rizinusöl (10%)  kombiniert. Als Duft kommt natürlich bei einer Lavendelseife nur ätherisches Lavendelöl in Betracht ?. Ein klein wenig Kaolin sorgt für ein angenehmes Hautgefühl. Hatte ich das schon erwähnt das ich Kaolin sehr gern in meinen Seifen mag. Oft mache ich ja schlichte Seifen aber diese Lavendelseife sollte auch wieder mal was fürs Auge sein. Also bekommen zwei kleinere Mengen Seifenlein etwas Mica von Manske ab. Das ganze wurde abwechselnd in die Form gegossen und dann einmal durch gerührt. Nennt sich dann Swirl….Als Hingucker gabs noch ein güldenes Glitzersternchen aus selbstgesiedeter Glyzerinseife oben drauf. Man gönnt sich ja sonst nichts. Ach so, Überfettung sind die bei mir fast schon obligatorischen 15%. Die Lavendelseife darf jetzt reifen und Weihnachten entgegen träumen.

Ein Leim zwei Seifen

Aus dem restlichen Leim habe ich gleich noch eine zweite Seife gemacht. Duft Olive Lush unterpüriert, in die Form gegossen und ein paar Herzchen oben drauf. Am nächsten Morgen ausgeformt und geschnitten. Aber das allerbeste ist der Stempel den mir eine ganz liebe Freundin geschickt hat.?

wie immer, Idee, Texte Bilder sind meins, Berechnet das NaOH biltte selbst, für Fehler wird keine Haftung übernommen.

Eure Harriet

Gartenseife

Gartenseife mit Lindenblütenduft

 

Eine Seife für dreckige Gartenhände die auch hartnäckigen Schmutz weg kriegt ohne das die Haut trocken und rissig wird. Dabei fast nur mit regionalen Zutaten. Hier habe ich schon wieder Schaftalg verseift, eines meiner Lieblingsfette. Das Rezept besteht aus 65% Schaftalg, 15% Kokosöl, 10% Sonnenblumenöl ho und 10% Rapsöl. Im Rapsöl hatte ich zuvor für einige Wochen getrocknete und gemahlene Brennnesselblätter und Beifußblüten mazeriert. Diese habe ich dann auch mit in den Seifenleim püriert, so ergibt sich ein leichter Peelingeffekt. Natürlich kommt der Duft vom Beifuß nach der Verseifung nicht mehr durch. Daimt sie trotzdem angenehm dufted hab ich hier den Duft Lindenblüte von Behawe gewählt. Als Überfettung finde ich für diese Seife 12% vollkommend ausreichend. Im Garten macht es sich allerdings sehr gut diese Seife hoch zu hängen, irgendwie gefällt die wohl auch diversen Tierchen. Jedenfalls ist immer mal eine weg gekommen?.

schöner cremiger Schaum

wie immer: meine Bilder, meine Texte.

Bitte berechnet da NaOH selbst, für Fehler übernehme ich keine Haftung.

Ich wünsche euch viel Spaß beim nachmachen, eure Harriet?

 

HTCP

HTCP
oder
Ganz einfach ohne warten

Hier habe ich wieder eine Seife im HTCP (Heat Transfer Cold Process) Verfahren hergestellt. Das finde ich ganz klasse da man keine Wartezeit hat bis Lauge und Fette abgekühlt sind. Wieder eine Seife mit tierischen Fetten , ich mag solche Seifen sehr gerne. Mein Rezept für diese Seife: 40% Schaftalg, 30% Distelöl ho, 20% Kokosfett, 10% Rizinusöl. Das NaOH/ KOH habe ich für 12% Überfettung berechnet. Ganz wunderbar duftet sie nach einem meiner Lieblingsdüfte Like me all over.
Diesmal habe ich 90/10 mischverseift, das heisst ich habe  90% des für meine gewünschte Überfettung benötigten NaOH und 10% KOH (Kaliumhydroxid)verwendet. Dadurch schäumt die Seife etwas mehr.

Ich habe das Schaftalg, Kokosfett und die Öle schon am Abend vorher aus dem Kühlschrank genommen, damit alles schon Raumtemperatur hat. Das Schaftalg wurde in kleine Stücke geschnitten und gemeinsam mit dem Kokosfett und den Ölen mit dem Handrührgerät ordentlich zu einer Creme gerührt.


Warum?
Ich hatte Bedenken daß das
Schaftalg nicht ausreichend schmilzt durch die Lauge, 40% sind ja nicht gerade wenig. Durch das zu „Buttercreme“ verarbeiten ging das trotzdem wunderbar, die hatte dann ca 25°C.
Jetzt noch die Lauge mit KOH und NaOH angerührt, die hatte 73°C. Form und Duft bereit gestellt, manchmal muss es ja fix gehen, daher bereite ich immer alles griffbereit vor. Mit 66°C habe ich die Lauge durchs Sieb zu den Ölen gegeben und erst eine Weile mit dem Spatel gerührt,38°C.
Anschließend gründlich pürieren ergab einen wunderbaren Leim der sehr lange fliessfähig blieb (gerade heute wollte ich nichts mit Farbe machen?). Das mit dem superschicken Topping oben drauf krieg ich immer irgendwie nicht so hin…

Viel Spass beim nachmachen eure Harriet

wie immer, Bilder und Texte meins

Das NaOH bitte selbst ausrechnen, für Fehler wird keine Haftung übernommen.