Haarseifen

Haare waschen mit Haarseifen

Die Alternative zu Shampoo aus der Flasche sind für mich die Haarseifen. Im Grunde kann man mit jeder Seife auch Haare waschen, ob das Ergebniss zufriedenstellend ist kommt sehr viel auf das Rezept, die Zusätze und die Überfettung an. Seifen direkt für die Haare mache ich gerne mit  mehr Rizinusöl da dieses sehr pflegende Eigenschaften hat. Viele der nachfolgenden Rezepte sind mit Schafmilch gesiedet. Dazu habe ich die Lauge mit dem 1,1fachen der NaOH Menge an Wasser angerührt und die zimmerwarme Schafmilch später in den Leim gegeben. Natürlich kann man auch andere Milch verwenden oder sie einfach weg lassen. dann die Lauge mit Wasser  oder Tee nach Belieben machen.

Kaffeehaarseife für Vulkanetten

In einer SBHP wurden 30% Distelöl ho, 30% Babassuöl, 20% Avocadoöl, 10% Reiskeimöl und 10% Rizinusöl sowie 3% Milchsäure mit einer Lauge aus sehr starkem Kaffee verseift. Anschließend kam noch Schafmilch und etwas Hanföl dazu. Duft Bratapfel von MM, der verfärbt sehr ins dunkelbraun aber ich liebe ihn. Falls ihr wissen wollt was SBHP bedeutet:  https://wp.me/pabZDL-6d

Wildrose

Hier kommt eine Schafmilchhaarseife mit Wildrosenöl.
30% Aprikosenkernöl, 30% natives Kokosöl, 15% Sheabutter, 14% Rizinusöl sowie 6% Wildrosenöl und  5% Jojobaöl vereinigen sich mit Schafmilch und Tussaseide zu einer wunderbar pflegenden Haarseife. Die Tussaseide wurde in der reduzierten Lauge aufgelöst und in die Schafmilch, welche später zum Leim kam, habe ich zusätzlich 2 Esslöffel Reissirup gegeben.
Als Duft habe ich hier passend zu den Formen Honey Wash  verwendet.Diese Haarseife enthält 15% ÜF und 5% Milchsäure.

Rosmarin Pfefferminze

Die dritte im Bunde der Schafmilchhaarseifen, ebenfalls 15% ÜF, duftet nach Rosmarin, Pfefferminze und Teebaumöl. Hier habe ich als Schaumfett 30% Palmkernöl verwendet. Das empfinde ich viel milder als Kokosöl. Für die Pflege kommen noch 25% Olivenöl, 20% Rizinusöl sowie 10% Hanföl hinzu. Abgerundet wird das Ganze von 10% Schaftalg und 5% Jojobaöl. Auch hier kam die Schafmilch später in den Leim. Natürlich kann man auch andere Milch nehmen oder die Milch einfach weg lassen.

Chamomile

Bei dieser Seife hatte mir das Parfümöl Chamomile einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sofort nach Zugabe dickte der Leim an. Nicht einmal den Pürierstab bekam ich noch heraus. Aber keine Panik, schon nach einigen Minuten begann die Seife zu gelen, so konnte ich noch ein klein wenig Schafmilch hinein pürieren und sie in die Formen spachteln. Das Rezept besteht aus 30% Babassuöl, 35% Aprikosenkernöl, 20% Rizinusöl, 10% Sheabutter, 5% Jojobaöl, Auch hier habe ich erst die Lauge 1:1,1 mit Wasser gemacht und dann Schafmilch in den Leim gegeben.

Schwarze Babajoba

Dies ist meine liebste Haarseife, auch wenn sie keine Schafmilch enthält.  Sie besteht aus 30% Olivenöl, 25% Babassuöl, 20% Rizinusöl, 10% Sheabutter, 10% Schwarzkümmelöl und 5% Jojobaöl. Den doch etwas kräftigen Duft des Schwarzkümmelöls ergänzen die ätherischen Öle Rosmarin und Lavendel bestens.

Weitere Haarseifenrezepte

Schwarze Mandelhaarseife mit Sole:  

30% Mandelöl, 25% Babassuöl, 20% Rizinusöl, 10% Sheabutter, 10% Schwarzkümmelöl, 5% Jojobaöl, zur Herstellung der Lauge verwende ich eine nicht gesättigte Lauge, 20g Salz je 100g Wasser.

Kukinushaarseife:

30% Olivenöl, 25% Babassuöl, 20% Rizinusöl, 10% Kukinusöl, 10% Sheabutter, 5% Lanolin anhydrid.

Sonnige Olive:

30% Olivenöl, 25% Babassuöl, 20% Rizinusöl,  10% Sheabutter, 10% Sonnenblumenöl, 5% Lanolin anhydrit.

Die Überfettung beträgt bei meinen Seifen meist 15%. Damit komme ich am besten zurecht.

Haare waschen mit Haarseifen

Das Haare waschen mit Haarseifen wird anfangs etwas ungewohnt sein, dabei haben es doch Generationen unserer Vorfahren nicht anders gemacht. Man gewöhnt sich doch recht schnell daran.

Die Seife wird  gut angefeuchtet, eventuell lässt man sie kurz in einem Schälchen mit warmen Wasser liegen. Nachdem die Haare gründlich nass gemacht wurden reibt man mit der Seife direkt auf den Haaransatz und schäumt gründlich auf. Damit es besser schäumt kann man das Wasser aus dem Schälchen nach und nach auf die Haare geben.
Die Seife nicht einwirken lassen, einschäumen und gleich wieder gründlich mit nicht zu kaltem Wasser ausspülen. Gute Ergebnisse erzielt man mit zwei Wäschen nacheinander.  Nach dem Ausspülen ist es je nach Wasserhärte gut eine kalte Rinse zu machen. Dafür kann man in einen Liter kaltes Wasser 1-2 Esslöffel Zitronensaft oder Essig geben. Manche Haare mögen lieber eine Rinse mit Tee. Die Rinse wird anschließend wieder mit Wasser ausgespült. Ich selbst verwende gar keine Risse da wir sehr weiches Wasser haben. Um da das passende für sich zu finden muss man etwas herum probieren.

Wie immer, meine Ideen, meine Texte meine Bilder

viel Spaß eure Harriet

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